Berichte im Jahr

Patronatstag der Bayerischen Gebirgsschützen in Aschau

Patronatstag der Bayerischen Gebirgsschützen in Aschau

„Endlich wieder ausrücken“ hieß es am 08. Mai, als sich ein Bus voll Neubeurer Gebirgsschützen samt Spielmannszug und Marketenderinnen zum Patronatstag aufmachte. Der höchste Feiertag der Bayrischen Schützen konnte ja in den letzten beiden Jahren nur ganz klein und ohne große Beteiligung stattfinden. Leider musste wegen der schlechten Witterungsverhältnisse die hl. Messe im Festzelt stattfinden. Auch der Festzug durch den geschmückten Ort wurde schweren Herzens abgesagt. Dies tat der Stimmung jedoch keinen Abbruch, war man doch froh, nach so langer Zeit wieder einmal zusammen sein zu können.

Auch  Ministerpräsident Söder ließ es sich als Schutzherr und Ehrenmitglied der Gebirgsschützen nicht nehmen, die Festansprache zu halten und den Kompanien für ihren Einsatz zu danken. Leider ging diese in dem 4.000-Mann-Festzelt etwas unter, nicht zuletzt wegen der zu früh gestarteten Bewirtung.

Zuvor aber begrüßten Landeshauptmann Haberfellner und Hauptmann Hubert Stein alle Schützen aus Bayern, allen Tiroler Landesteilen mit ihren Fahnenabordnungen sowie die Ehrengäste.

Die schöne Festmesse wurde gleich von drei Pfarrern zelebriert, am geschmückten Altar vor dem eindrucksvollen Bild der vier Bundesfahnen. Pfarrer Overmeyer würdigte in seiner Predigt die Ideale der Gebirgsschützen, die für das moderne Bayern unverzichtbar seien.

Nach den Ehrungen für langjährige Mitgliedschaften im Bund und den Ansprachen beendete die Bayernhymne den offiziellen Teil.  Beim gemütlichen Beisammensein wurde man sich bewusst, dass in den letzten beiden Jahren auf Einiges verzichten musste.

Gegen 15:00 Uhr gab es dann (zumindest für die Neubeurer) doch einen kleinen Festzug und es wurde direkt im Festzelt aufgestellt und mit dem Spielmannszug voraus zum Bus marschiert.

Datum: 14.05.2022;


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Historische Waffen

Historische Waffen

Durch einen glücklichen Zufall wurden historische Bauernwaffen auf dem Rathausspeicher gefunden. Es handelt sich hier um Relikte des „letzten Aufgebot“. Eine Formation des Volkstrachtenerhaltungsverein Neubeuern, welches 1923 durch den Maler Eduard Schwirtlich ins Leben gerufen und 1982 auf den Namen Beurer Gwand umgetauft wurde. Die Tradition der Tracht der Biedermeierzeit wurde ab 1982 weitergeführt, jedoch der Ursprung der wehrhaften Tradition, welcher ja der Grundsatz von uns Gebirgsschützen seit je her war, wurde in diesem Falle leider nicht mehr weitergelebt.

Dieses „letzte Aufgebot“ verkörperte das Landaufgebot der Hofmark und dem späteren Markt Neubeuern schon aus dem Jahre 1593, dem 30 jährigen Krieg, den östereichischen und spanischen Erbfolgekrieg. Damals oblag es den Bauern und Bürgern ihre Heimat zu verteidigen, wenn die wehrhaften Männer zum Militär gerufen und nur noch Alte und ganz Junge in der Heimat waren. Die meisten hatten kein Geld für teuere Schusswaffen – so behalf man sich mit Werkzeugen und Gegenständen aus dem alltäglichen Leben.

Bei den nun aufgefundenen Teilen handelt es sich teils um originale, jedoch auch um warscheinlich in der Gründungszeit 1923 nachgefertigte Exponate ( was auf Machart und Material zu schließen ist) Man bedenke aber, daß sie trotz allem 100 Jahre alt sind !

Diese historischen Bauernwaffen konnten von uns nun wieder aufbereitet und konserviert werden, mit dem Bestreben sie auch bei verschiedenen Ausrücken zu tragen. Von der geradegeschmiedeten Sense, umfunktionierten Schiffshaken, Partisanen, Saufedern, Stachelkolben, Hellebarden,  verschiedene Andere umgebaute landwirtschaftliche Werkzeuge über einige alte eintragungsfreie Vorderladergewehre reicht der Fundus, welchen wir nun dank unserer Gemeinde unser Eigen nennen dürfen.

Ein herzliches Vergelts Gott gilt hier unserem Fähnrich Hans Heibler. Er nahm sich der historischen Waffen an und bereitete diese in mühevoller und gekonnter Kleinarbeit wieder auf. Somit sind diese Exponate vor dem weiteren Verfall geschützt. Sauber geordnet und und an Wandhalter aufgerichtet, beeindruckt diese Sammlung jeden Gebirgsschütz.

Datum: 24.04.2022;
Text: Josef Stadler;
Photo: Hans Heibler;
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Jahreshauptversammlung am 08. April 2022 im Beurer Hof

Jahreshauptversammlung am 08. April 2022 im Beurer Hof

Zur 51. Jahreshauptversammlung der GSK Neubeuern konnte Hauptmann Josef Stadler 52 Mitglieder begrüßen. Er dankte allen Schützen, Marketenderinnen, Spielleuten und vor allem den Ehrenoffizieren für ihr Kommen, 13 Kameraden hatten sich entschuldigt.  Die Einladungen zur Versammlung ergingen schriftlich durch sowie Anzeige im OVB. Gegen die verlesene Tagesordnung bestanden keine Einwände.

Nach der Begrüßung erhob sich die Versammlung zum Gedenken an die 123 verstorbenen Mitglieder. Anschließend berichtete unser Hauptmann über verschiedene Aktivitäten, die sich in dem vergangenen Jahr allerdings „in Grenzen“ hielten.

Der Protokollbericht des verkürzten Schützenjahres seit der letzten Jahreshauptversammlung im September letzten Jahres beinhaltete auch wieder das leidige Thema Corona.

Rechnungsführer Erwin Schön berichtete detailliert von stattlichen Umsätzen, Spenden und einem ansehnlichen Kassenstand.

Kassenprüfer Hermann Anzenberger bescheinigte eine sehr ordentliche Kassenführung und empfahl die Entlastung von Kassier und Hauptmannschaft, die einstimmig erfolgte.

Von den nächsten Terminen in diesem Jahr sticht besonders der Patronatstag hervor, der am 8. Mai in Aschau stattfindet. Hierbei wünscht sich Hauptmann Stadler eine möglichst starke Beteiligung.

Unter dem Punkt Wünsche und Anträge kam die Bestellung der T-Shirts mit Kompaniewappen zur Sprache; Muster liegen zur Ansicht beim Hauptmann. Schorsch Wachinger lud alle Anwesenden zum Besuch des Schiffleutfestes ein und Florian Bauer regte eine Formalübung vor dem Patronatstag an.

Zweiter Bürgermeister Wolfgang Sattelberger überbrachte die Grüße aus dem Rathaus und dankte den Gebirgsschützen für ihren Einsatz und die Kameradschaft. Er brachte auch die Idee eines erneuten Arbeitseinsatzes im Marktplatz mit.

Eine besondere Freude war die Ehrung von zahlreichen Mitgliedern für langjährige Mitgliedschaft und Vereinstreue. Es wurden Urkunden und Medaillen für 5, 10, 25 und 40 Jahre verliehen. Als Erinnerung erhielt der Bataillons-Schützenkönig von 2019 Max Tiefenmooser jun. nachträglich eine Schützenscheibe überreicht.

Mit einem Apell zu starken Ausrückungen und den Dank an alle Anwesenden beendete Hauptmann Stadler die Versammlung. Nicht zuletzt aufgrund des spendierten Freibiers von Ex-Schützenkönig Thomas Richter klang der Abend etwas später gemütlich aus.

 Siehe auch in Samerberger Nachrichten:

https://www.samerbergernachrichten.de/jhv-bei-den-gebirgsschuetzen-in-neubeuern-ehrungen/

 

Datum: 10.04.2022;
Text: Rainer Tremmel;

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