Die Gebirgsschützen Kompanie Neubeuern ...

... kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Ihre Grundsätze, wie zum Beispiel Erhaltung der bayerischen Kultur, Sprache und Sitten, sowie das Bewahren einer wehrhaften Tradition finden Ausdruck in zahlreichen gemeinschaftlichen Veranstaltungen.

Aktuelles

Kompanie-T-Shirt

Wir lassen uns wieder neue T-Shits (Polo-Shirts) mit eingesticktem Kompaniewappen anfertigen. Mustergrößen für Damen und Herren liegen zur Anprobe beim Hauptmann bereit.

 

 

Alpenregionstreffen in St.Martin:

https://alpenregionstreffen2020.com/

 

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Die nächsten 3 Termine

16.09.2022 Weinfest, Winkl 19:00 Uhr
02.10.2022 Erntedank 10:00 Uhr Altenbeuern, in Montur mit Armierung
25.11.2022 Schützenjahrtag 19:00 Uhr Kirche Altenbeuern, Kompanieabend 20:00 Uhr Beurer Hof
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Historische Waffen

Historische Waffen

Durch einen glücklichen Zufall wurden historische Bauernwaffen auf dem Rathausspeicher gefunden. Es handelt sich hier um Relikte des „letzten Aufgebot“. Eine Formation des Volkstrachtenerhaltungsverein Neubeuern, welches 1923 durch den Maler Eduard Schwirtlich ins Leben gerufen und 1982 auf den Namen Beurer Gwand umgetauft wurde. Die Tradition der Tracht der Biedermeierzeit wurde ab 1982 weitergeführt, jedoch der Ursprung der wehrhaften Tradition, welcher ja der Grundsatz von uns Gebirgsschützen seit je her war, wurde in diesem Falle leider nicht mehr weitergelebt.

Dieses „letzte Aufgebot“ verkörperte das Landaufgebot der Hofmark und dem späteren Markt Neubeuern schon aus dem Jahre 1593, dem 30 jährigen Krieg, den östereichischen und spanischen Erbfolgekrieg. Damals oblag es den Bauern und Bürgern ihre Heimat zu verteidigen, wenn die wehrhaften Männer zum Militär gerufen und nur noch Alte und ganz Junge in der Heimat waren. Die meisten hatten kein Geld für teuere Schusswaffen – so behalf man sich mit Werkzeugen und Gegenständen aus dem alltäglichen Leben.

Bei den nun aufgefundenen Teilen handelt es sich teils um originale, jedoch auch um warscheinlich in der Gründungszeit 1923 nachgefertigte Exponate ( was auf Machart und Material zu schließen ist) Man bedenke aber, daß sie trotz allem 100 Jahre alt sind !

Diese historischen Bauernwaffen konnten von uns nun wieder aufbereitet und konserviert werden, mit dem Bestreben sie auch bei verschiedenen Ausrücken zu tragen. Von der geradegeschmiedeten Sense, umfunktionierten Schiffshaken, Partisanen, Saufedern, Stachelkolben, Hellebarden,  verschiedene Andere umgebaute landwirtschaftliche Werkzeuge über einige alte eintragungsfreie Vorderladergewehre reicht der Fundus, welchen wir nun dank unserer Gemeinde unser Eigen nennen dürfen.

Ein herzliches Vergelts Gott gilt hier unserem Fähnrich Hans Heibler. Er nahm sich der historischen Waffen an und bereitete diese in mühevoller und gekonnter Kleinarbeit wieder auf. Somit sind diese Exponate vor dem weiteren Verfall geschützt. Sauber geordnet und und an Wandhalter aufgerichtet, beeindruckt diese Sammlung jeden Gebirgsschütz.

Datum: 24.04.2022;
Text: Josef Stadler;
Photo: Hans Heibler;
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